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Branchenfremd, weiblich, engagiert findet…

Wie wird meine Generation nicht alles genannt: Generation Y, Digital Natives oder einfach „Die Unentschlossenen“. Wir hinterfragen den Status quo, sind auf der Suche nach dem Sinn und ja, wohl auch etwas unentschlossen.
Welchen Einfluss diese Typologie auf meine Berufswahl hatte, kann ich nicht sagen. Und doch bilden sie die Grundpfeiler, die mich heute zur jüngsten Programmleiterin beim ewz gemacht haben. 

Unentschlossen vs. unabhängig

Projekte zu managen eröffnete mir die Möglichkeit mich brachenunabhängig zu bewegen. Banken, Verlage, IT-Provider und nun ein Energiedienstleister. Alle haben ihre Herausforderungen, jede Firma andere Gesichter. Doch die Hilfsmittel für einen schnellen Themeneinstieg oder den Projekten einen Rahmen zu geben, blieben die Gleichen. Sie werden laufend angereichert, um neue Erfahrungen, Technologien und methodische Ansätze. In den letzten Jahren verstärkt unter dem Credo der Agilität. 

Flexibel bleiben, das kann ich. Aber auch ein 127jähriges städtisches Unternehmen? 

Auch ewz transformiert. Dies u.a. durch den Einsatz von iterativen Prozesslandschaften. Sie schaffen es, bei einem Produkt, welches weniger als sexy und wandelbar wahrgenommen wird, neue und kreative Denkansätze zu fördern. Inkrementelle Innovation und Design Sprints lösen alte Herangehensweisen ab. Durch autonome und bereichsübergreifende Teams entsteht eine Atmosphäre der Selbstständigkeit und des Umdenkens. Dabei Produkte und Mindsets auf fortwährende Gültigkeit zu challengen, bilden für mich die Grundvoraussetzungen, um weiterzukommen.

Offene Kritik ist der erste Schritt, ein lösungsorientierter Dialog der zweite.

Transparenz und Offenheit entsteht nicht einfach durch die Einführung von Sprint Reviews. Wir sind aktiv dabei, eine Feedbackkultur zu gestalten. Urteilen erwünscht, heisst es zu Beginn des Reviews, offene Fragen während der Demo macht aus Zuschauern Angesprochene und ein schnelle mobile Umfrage am Ende geben regelmässig ein aktuelles Stimmungsbild. Erfolge und Misserfolge aufzeigen, Themen bewertbar machen, Daten für sich sprechen lassen oder sie als Grundlage zur Weiterentwicklung nehmen. Eine data driven culture wollen wir auch nach innen gerichtet etablieren und weiterentwickeln. 

Seamless sustainable 

Die Grenzen zwischen privatem und beruflichem zu verwischen, ja, auch das ist meine Generation. Aus Arbeitskollegen werden Freunde, real wie virtuell. Private Überzeugungen und eine Tätigkeit mit „purpose und impact“ sollten sich im Unternehmensprofil widerfinden. Branchenfremd, weiblich, engagiert suchte nach Nachhaltigkeit, Frauenförderung und agiler Transformation und fand ein Unternehmen mit viel Power. 

Über die Autorin

Natascha Wloka verantwortet als Leiterin für das Programm Prosuming beim ewz die Neuentwicklung von Produkten für den dezentralen Energieversorgungsmarkt. Zuvor war sie mehrere Jahre als Projektmanagerin in verschiedenen agilen Projekten tätig. Den digital detox verbringt die Wahl-Schweizerin am liebsten in den Bergen.